Hurra! Ein neues Paket mit Gadgets hat uns erreicht! Voller Erwartung und Vorfreude öffnen wir es – und ich höre nur den Ruf „Oh, ein Quartett-Spiel!“. Quartett – das haben viele Leute schon in der Grundschule gespielt. Wer hat den leistungsstärksten Rennwagen, welche Maschine hat die meiste Power und mit dem richtigen Gespür für unschlagbare Werte wurde versucht, seinen Mitspielern die Karten abzuknöpfen. Ein Blick aufs Deckblatt verrät aber schnell: Hier greifen die Spieler mit voller Inbrunst ins Klo.


Es handelt sich um ein Kartenspiel, in denen Ausscheidungen in verschiedenen Formen mit Werten versehen wurden. Leider geizen die Macher auch nicht mit Fotos, die das Ergebnis in Farbe und zweifelhafter Pracht festhalten. Pfui Deibel! Auch wenn sich bei dem Gedanken an Stoffwechselendprodukte der Magen umdrehen mag, so gehen wir alle ab und an aufs Stille Örtchen. Macht sich jemand beim Spülen wirklich Gedanken über den Toiletteninhalt? Will man das so genau wissen? Das Quartett gibt darüber Aufschluss.

32 Shades of Shit

32 verschiedene Stuhlgänge wurden auf den Karten verewigt und weisen dabei ganz eigene Attribute auf. So wird anhand der Art des Haufens bewertet, welche Sprühbarkeit hier vorliegt, welche Durchschnittsmengen weggespült werden, wie gut es sich wegspülen lässt oder gar welchen künstlerischen Aspekt man mit seinem Werk erreicht hat. In diesem Zusammenhang ist das sogar lustig. Die Antworten und Kommentare auf den Karten zeigen schnell auf: Hier darf man nichts ernst nehmen.

Der größte Haufen gewinnt

Das Prinzip bleibt aber gleich, denn der Höchstwert, den der Spieler nennt, muss von den anderen Spielern übertroffen werden. Die Spieler müssen ihre auf der Hand liegende Karte demjenigen geben, der den höchsten Wert in der genannten Kategorie vorweisen kann. Statt Pferdestärken sind das hier nun mal Eigenschaften wie Stinkfaktor oder Schmerz bei der „Anfertigung“. Gewonnen hat der Spieler, der am Ende allen anderen Gegnern die Karten abgeluchst hat.

Spiele- oder Spüleabend?

Glücklicherweise sind sich die Hersteller selbst bewusst, dass Fäkalien ins Klo gehören und mit etwas guten Willen erfüllt der Punkt „Spülbarkeit“ somit sogar einen erzieherischen Punkt. Also, nicht die freie Natur oder die hiesige Einkaufspassage mit dem heimischen Stillen Örtchen verwechseln! Beim Test in einer geselligen Runde wurde auffallend viel gelacht. So einfach ist es also, Menschen jeder Schicht und aus jedem Bildungsspektrum zum Lachen zu bringen. Man amüsiert sich halt über jeden Scheiß.

Fazit

Ein Kartenspiel wie das „Scheiße-Quartett“ ist natürlich Geschmackssache, und zimperlich sollte man nicht sein. In einer Gruppe entwickelt sich allerdings eine seltsame Dynamik, in der man Hemmungen ablegt und einfach nur über die bewertenden Gesichtspunkte der vorliegenden Karten ablacht. Das klappt zur Verblüffung aller immer, sogar bei Personen, die sich für weitaus niveauvoller halten – und Alkohol ist noch nicht einmal zwingend notwendig dafür. Mittlerweile haben Exkremente sowieso Einzug in die Popkultur gehalten – wie sonst erklärt man sich Kacke-Emojis mit den dazugehörigen Kuschelkissen?

Ganz schön kacke… oder nicht?.
In geselliger Runde mit guten und schmerzbefreiten Freunden ist dieses Kartenspiel der Brüller. Ob es auch bei einer Betriebsfeier eines Investmentkonzerns gut ankommt, bleibt auszuprobieren.
Leserwertung3 Votes9
Das hat uns gut gefallen
Sorgt für häufchenweise Lacher
32 verschiedene Wurstsorten
Zum Glück geruchsfrei
Ergänzung zu feuchtfröhlichen Spielsitzungen
Das könnte verbessert werden
Wirklich eklige Bilder…. Würg!
8.5

Letzte Aktualisierung am 5.04.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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